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Reisen

Mit dem Bähnler in die Vergangenheit und Zukunft

Hektik und Ruhe, Urbanität und unberührte Landschaften: China und Vietnam bieten viele Gegensätze. Wer die beiden Länder mit der Bahn bereisen will, ist mit der BLS gut bedient. Sie bietet im März 2018 eine 19-Tage-Tour als Gruppenreise an. Mit einem Reiseleiter, der ein ausgewiesener China-Kenner ist.

Am Tag 4 der Reise taucht die Gruppe so richtig in die Moderne ein. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug geht es mitten ins Zentrum von Chongqing. 36 Millionen Einwohner auf 80 000 Quadratkilometern: die grösste Stadt der Welt, die im Westen keiner kennt. Überall riesige Bauten, die weit in den Himmel ragen und im Dunst von Nebel und Smog verschwinden. Schön sieht das neue Machtzentrum im Westen Chinas nicht aus, eher ist es ein Moloch. Doch der Abstecher in die Megacity verfolgt ein klares Ziel. «Ich will die Kontraste in diesem Land aufzeigen», sagt Reiseleiter Hilmar Matter von der BLS. Zwei Tage später fährt die Gruppe mit dem Dampfzug nach Huangcunjin und wandert durch malerische Landschaften ins Dorf Bagou. Es ist ein Abstecher in die Vergangenheit. Auch das ist China. Chongqing ist hier weit weg.

Die Frau auf dem Jangtse

Hilmar Matter ist in China in seinem Element. Der 46-Jährige leitet 2018 die BLS-Gruppenreise Asien und bereist vom 28. Februar bis am 18. März mit bis zu 20 Personen in 19 Tagen den Südwesten Chinas und Vietnam mit dem Zug. Matter und der Zug, das war schon immer eine gute Kombination. Die Lehre absolvierte er als Bahnbetriebsdisponent bei den damaligen Vereinigten Huttwil- Bahnen (VHB), seitdem blieb er der Branche in verschiedensten Funktionen treu. 1996 will Matter mit einem Freund von der Schweiz aus nach Singapur reisen, natürlich mit dem Zug. «Die letzte grosse, verrückte Reise», wie er sagt. Doch als er auf einer Flussfahrt auf dem Jangtse seine spätere Frau kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Seit 19 Jahren ist Matter nunmehr mit der Chinesin Wulan verheiratet, das Paar hat zwei Kinder. Heute leitet Matter das BLS Reisezentrum am Bahnhof Willisau, wo er mit seiner Familie im oberen Stock auch gleich wohnt. «Ich bin durch und durch Bähnler», sagt Matter.

Abschluss in der Bucht

Auf der BLS-Gruppenreise möchte Matter solche «Übungen» indes vermeiden, denn die Reise ist durchorganisiert. Die Panda-Hauptstadt Chengdu gehört ebenso zum Programm wie die Buddha-Statue von Leshan, die Stadt des ewigen Frühlings Kunming oder der Steinwald Shi Lin. Danach geht die Reise weiter nach Vietnam, in die Hauptstadt Hanoi und dann in die atemberaubende Halong-Bucht, wo die Gruppe zwei Tage auf einem Schiff verbringt. Für Matter ist die Bucht der persönliche Höhepunkt, «wunderschön und unvergesslich». Sie ist auch ein ruhiger Abschluss einer intensiven Reise. «Die Tour ist ein guter Mix aus Stadt und Land, Hektik und Ruhe», beurteilt der Willisauer das Programm. Am Ende wird er wenig geschlafen und wohl Halsweh haben vom vielen Reden, aber das nehme er gerne in Kauf, lacht Matter. Die Arbeit als Reiseleiter sei für ihn ungemein spannend, der Austausch mit den Kundinnen und Kunden bereichernd. «Ich hatte bislang stets das Glück, dass ich nicht arbeiten muss, sondern darf.»

 

Text: Erich Goetschi
Bild: fotolia/zVbg

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