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«Du weisst nie, was dich erwartet»

Drei Lehrjahre im selben Büro verbringen wäre nichts für Larissa Marti. Als angehende Kauffrau öffentlicher Verkehr hat sie viel Abwechslung. Das letzte Lehrjahr wird besonders spannend.

Am Schalter im BLS Reisezentrum Hasle-Rüegsau, im Büro der SBB in Olten, bei BLS Infrastruktur in Spiez und bei BLS Cargo in Bern: In zwei Jahren hat Larissa Marti viele Facetten des öffentlichen Verkehrs kennengelernt. Bei BLS Cargo analysierte sie zuletzt die Ursachen, die zu Verspätungen von Gütertransporten geführt hatten. Jetzt ist sie bereit für die nächste Herausforderung. Seit August arbeitet die lernende Kauffrau öffentlicher Verkehr in der BLS-Betriebszentrale in Spiez. Ihre Tätigkeit: die Zugverkehrsleitung.;

Fasziniert vom System ÖV

Ortswechsel, neue Aufgaben, neue Gesichter – das hat sich die 17-Jährige für ihre Ausbildung gewünscht: «Ich möchte nicht drei Jahre im selben Büro verbringen.» Aufgewachsen ist sie auf dem Bauernhof der Eltern in Häusernmoos im Emmental. Als Kind habe sie mit der Familie oft grössere Ausflüge im Zug unternommen, etwa ins Tessin oder an den Bodensee. Nach dem Schnuppern in mehreren Branchen entschied sie sich für eine kaufmännische Lehre bei Login, dem Bildungspartner von über 50 Unternehmen des öffentlichen Verkehrs. KV-Lernende bei Login sind in den ersten beiden Jahren immer in verschiedenen Bereichen und ÖV-Unternehmen im Einsatz. Das dritte Jahr dient der Spezialisierung. Larissa Martis Entscheid für den Schwerpunkt Zugverkehrsleitung hat einen Grund: «Mich faszinierte schon immer, was es alles braucht, damit der ÖV funktioniert.»

Als Zugverkehrsleiterin überwacht sie nun auf Bildschirmen jede Zugbewegung in ihrem Abschnitt. Per Knopfdruck kann sie Weichen stellen, mit Funk und Telefon hält sie Kontakt zum Rangierdienst und zu den Lokführern. «Normalerweise läuft alles automatisch, da muss man kaum eingreifen. Aber schon ein kleiner Zwischenfall kann eine Kettenreaktion hervorrufen. Ich habe das mal erlebt. Plötzlich war es still im Raum, das Team arbeitete hochkonzentriert. » Mit guten Kenntnissen des Bahnnetzes und mithilfe der Checklisten kann ein Zugverkehrsleiter kleine Probleme selber lösen. Bei grösseren Störungen greift der «Dispatcher» ein. Er überblickt das ganze Bahnnetz und koordiniert die Massnahmen, mit denen der aus dem Takt geratene Betrieb wieder stabilisiert wird.

Sport, Musik, Ausgang – und Schichtbetrieb

«Das Schöne in der Zugverkehrsleitung ist, dass du nie weisst, was dich heute erwartet», sagt Larissa Marti. Auch längerfristig bieten sich ihr viele Optionen: «Teamleiter, Dispatcher, Planer, Lokführer – die guten ÖV-Kenntnisse öffnen Zugverkehrsleitern die Türen zu vielen Tätigkeiten.» Derzeit beschäftigt Larissa Marti aber nicht die ferne Zukunft, sondern die Gegenwart. Eine Herausforderung ist die Schichtarbeit im Rund-um-die-Uhr-Betrieb der Betriebszentrale Spiez. Da sie auch mal gerne in den Ausgang geht, vor allem aber viel Sport – Volleyball, Unihockey, Fussball, Leichtathletik – betreibt, muss sie jetzt gut planen und organisieren. Und dann sind da noch die Auftritte mit dem Quartett «Highländlers», in dem sie Schwyzerörgeli spielt. Auch dieses Hobby will Larissa Marti trotz der unregelmässigen Arbeitszeiten weiter pflegen.

 

Text: Mike Sommer
Bild: Rahel Krabichler

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