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Die Höcker von Huttwil
In Huttwil leben 4967 Menschen, unzählige Schafe – und sechs Kamele. Auf die einen trifft man bereits bei der Anreise im Zug, auf die anderen nach einem 20-minütigen Spaziergang Richtung Schwarzenbach. Hier liegt der idyllische Bauernhof Spycher-Handwerk der Familie Grädel. Die Farm mit verschiedensten tierischen Wolllieferanten bietet unerwartete Einblicke in ein nicht alltägliches Handwerk.
Wo kommt die Wolle her? Wie wird sie verarbeitet und was wird daraus gemacht? Antworten auf diese Fragen hält der Bauernhof Spycher-Handwerk bereit, der sich auf die Verarbeitung des Rohstoffs Wolle spezialisiert hat. Wer den Betrieb nicht an einer Führung, sondern auf eigene Faust entdecken möchte, kann auf dem «Weg der Wolle» einfach dem roten Faden folgen. Dieser führt Besucherinnen und Besucher über den Hof, vorbei an seltenen Schafen und Ziegen, durch die Schaukarderei und den Waschraum bis hin zum grossen Verkaufsladen.
Das Wissen über die Tiere und die Verarbeitung des Rohstoffs kann man sich an Infotafeln aneignen – noch spannender ist der Blick über die Schulter der Mitarbeitenden.«Wenn immer es die Zeit erlaubt, begleiten wir unsere Gäste bei der Besichtigung und erzählen ihnen etwas über unsere Tiere und die verschiedenen Arbeitsschritte der Wollverarbeitung. Für die Kinder ist meist der Stall das Highlight, insbesondere wenn wir Jungtiere haben. Wie die kleine Mohairziege, die heute zur Welt kam. Aber auch unsere Kamele sorgen immer wieder für erstaunte Gesichter. Unser Hof ist eine Art Abenteuerspielplatz mit vielen Tieren zum Bestaunen und Streicheln», erzählt Alexander Grädel, Leiter der Bereiche Landwirtschaft, Karderei und Wäscherei.
Weitere Informationen
Mo.–Fr.: 08.00–12.00 Uhr, 13.30 –18.00 Uhr
Sa.: 08.00–16.00 Uhr
Der Besuch des «Wegs der Wolle» ist kostenlos und benötigt keine Voranmeldung. Kurse auf Anmeldung: Es können verschiedenste Kurse rund ums Filzen, Spinnen und Weben besucht werden. Reservieren Sie frühzeitig! Die Wochenenden, Ferien- und Feiertage sind sehr beliebt und oft schon Monate im Voraus ausgebucht.
Wo andernorts das Gras durch Kühe kurz gehalten wird, trifft man auf den Weiden des Spycher-Handwerks auf Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas und Kamele. Die Familie Grädel hat sich der Pflege von bedrohten Tierrassen angenommen und im Jahr 2006 den ProSpecieRara-Arche-Hof gegründet. Dazu gehören zum Beispiel Walliser Landschafe, Spiegelschafe, Wollschweine, aber auch Hühner und Pommernenten.