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Medienmitteilung 14.02.2020

Neues Geschäftsmodell für die Schifffahrt

Die BLS fokussiert sich künftig auf die Kursschifffahrt, verkleinert ihre Flotte und weitet das Angebot im Winter auf dem Thuner- und Brienzersee aus. Um die Schifffahrt künftig kostendeckend zu betreiben, beabsichtigt die BLS AG die Gründung einer Tochtergesellschaft.

Die BLS will die Schifffahrt langfristig sichern. Der Ertrag durch den Betrieb reicht nicht aus, um die Investitionen in Schiffe, Ländten und Werften zu decken. Um die Schifffahrt auf eine langfristig gesunde finanzielle Basis zu stellen, hat der Verwaltungsrat der BLS AG gestern die Umsetzung eines neuen Geschäftsmodells beschlossen. Dabei soll sich die Schifffahrt auf ihr Kerngeschäft – die Kursschifffahrt – konzentrieren, mit der sie die Mehrheit der Erträge erzielt.

Weniger Schiffe, weniger Fixkosten

Um sich im stark umkämpften Tourismusmarkt zu behaupten und die Arbeitsplätze langfristig zu sichern, sind mehr Flexibilität und eine stärkere Eigenständigkeit notwendig. Deshalb beabsichtigt die BLS die Gründung einer Aktiengesellschaft. Die Schifffahrt reduziert ihre teilweise veraltete Flotte um vier auf insgesamt zwölf Schiffe, um die hohen Fixkosten zu reduzieren. Die verbleibende Flotte wird technisch weiterentwickelt und modernisiert und soll mehr Fahrgäste auf den Thuner- und Brienzersee locken. Die beiden Dampfschiffe «Blümlisalp» und «Lötschberg» bleiben unverzichtbarer Teil der Flotte. Das Fundraising für die beiden Dampfschiffe will die Schifffahrt zusammen mit dem Verein «Freunde der Dampfschifffahrt» professionalisieren, um mehr Spendengelder einzunehmen.

Zwei neue Schiffe für die Wintersaison

Um mehr Ertrag zu erwirtschaften, baut die BLS ihr Angebot im Winter auf beiden Oberländer Seen aus und verlängert die Sommersaison auf dem Brienzersee. Für die Winterschifffahrt will die BLS mittelfristig zwei neue, multifunktionale und umweltfreundliche Schiffe mit wenig Tiefgang beschaffen. Dadurch kann sie zwei weitere alte Schiffe ersetzen. Für die Beschaffung der beiden neuen Schiffe ist die BLS auf die finanzielle Unterstützung des Kantons Bern angewiesen.

Arbeitsplätze sollen langfristig gesichert werden

Für die rund 120 Mitarbeitenden wird die Ausarbeitung von Anstellungsbedingungen geprüft, die vom Gesamtarbeitsvertrag der BLS unabhängig sind. Stellen werden keine abgebaut. Vielmehr führt der Ausbau der Winterschifffahrt dazu, dass mittelfristig zusätzliche Stellen geschaffen werden können.

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