Vérification de l'âge
Avez-vous 18 ans ou plus?
Porrentruy im Herzen der Ajoie
Barocke Häuser, historische Gassen und das Schloss prägen Porrentruy, die ehemalige Residenzstadt der Basler Fürstbischöfe. Museen, kleine Cafés und besondere Rundgänge machen die Stadt in der Ajoie zu einem vielseitigen Ausflugsziel.
Eine Stadt voller Geschichte und Kultur
In Porrentruy liegen Vergangenheit und Gegenwart nahe beieinander. Über der Altstadt erhebt sich das Schloss, das einst den Fürstbischöfen von Basel als Residenz diente. Unten in den Gassen prägen historische Brunnen, farbenfrohe Fassaden und kleine Plätze das Stadtbild.
Am besten lässt sich Porrentruy zu Fuss erkunden. Dabei lohnt es sich, auch einmal in die Seitengassen abzubiegen oder hinter die Fassaden der alten Gebäude zu schauen. Wer mehr über die Stadt erfahren möchte, findet neben klassischen Sehenswürdigkeiten auch originelle Rundgänge, Museen und spannende Einblicke in die Erdgeschichte des Jura.
Reisen Sie bequem mit dem Zug nach Porrentruy. Die historische Altstadt erreichen Sie vom Bahnhof in wenigen Gehminuten.
Zwischen historischen Gassen und Barockfassaden
Schmale Gassen, historische Brunnen und stattliche Bürgerhäuser erzählen von der bewegten Vergangenheit Porrentruys. Besonders entlang der Grand-Rue sind zahlreiche Gebäude aus der Zeit der Fürstbischöfe erhalten geblieben.
Zu den markanten Bauwerken gehören das Rathaus, die Jesuitenkirche und das ehemalige Spital Hôtel-Dieu. Dazwischen finden sich kleine Geschäfte, Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen. Wer die Altstadt in Ruhe erkundet, entdeckt immer wieder schöne Details an Fassaden und Hauseingängen.
Hoch über den Dächern der Stadt
Schon von Weitem ist das Schloss Porrentruy zu sehen. Zwischen 1524 und 1792 residierten hier die Fürstbischöfe von Basel. Die Anlage wurde über mehrere Jahrhunderte erweitert und vereint heute Bauelemente aus dem Mittelalter und der Barockzeit.
Besonders markant ist der mittelalterliche Réfous-Turm, der über dem Schlossgelände aufragt. Ein Spaziergang durch den Schlosshof lohnt sich auch wegen der Aussicht über die Dächer der Altstadt und die Hügellandschaft der Ajoie.
Ein Schlüssel zu den verborgenen Orten der Stadt
Was verbirgt sich hinter den verschlossenen Türen Porrentruys? Beim «Circuit Secret» finden Sie es heraus. Mit einem speziellen Schlüssel aus dem Tourismusbüro erhalten Sie Zugang zu Orten, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind.
Der Rundgang führt unter anderem in verborgene Bereiche des Schlosses, zum historischen Wasserreservoir und ins Hôtel-Dieu. Licht- und Toninstallationen der Künstlerin Camille Scherrer erzählen unterwegs von der Geschichte der Stadt und den Legenden des Jura.
Pflanzenvielfalt mitten in Porrentruy
Nur wenige Schritte vom historischen Zentrum entfernt liegt einer der ältesten botanischen Gärten der Schweiz. Neben einheimischen Pflanzen aus dem Jura wachsen hier zahlreiche Rosen, Kräuter und Blumen. Besonders im Frühling, wenn die Schwertlilien blühen, zeigt sich der Garten von seiner farbenfrohen Seite.
In den Gewächshäusern wechseln die Pflanzenwelten: Auf tropische Gewächse folgen Kakteen und fleischfressende Pflanzen. Ein schöner Ort für eine Pause während des Stadtbummels, nicht nur für Pflanzenliebhaber.
Golf spielen mitten in der Stadt
Beim Urban Golf geht es nicht über gepflegte Greens, sondern mitten durch Porrentruy. Ein Parcours mit neun Löchern führt vorbei an historischen Gebäuden, durch Gassen und über Plätze. Statt klassischer Golflöcher gilt es, markierte Ziele mit möglichst wenigen Schlägen zu treffen.
Schläger, Ball und Spielplan erhalten Sie beim Tourismusbüro. So lässt sich die Stadt gemeinsam mit Freunden oder der Familie auf eine etwas andere Art kennenlernen.
Die Geschichte der Uhrmacherei kennenlernen
Die Uhrmacherei hat in Porrentruy eine lange Tradition. Auf einem geführten Rundgang erfahren Sie mehr über dieses Handwerk und seine Bedeutung für die Region.
Der Weg beginnt bei den Sonnenuhren des Botanischen Gartens und führt unter anderem zur Kirche Saint-Pierre, zur Porte de France und zum Museum Hôtel-Dieu. Unterwegs begegnen Ihnen historische Uhren, Sonnenuhren und ein Foucaultsches Pendel.
Der Rundgang wird für Gruppen angeboten und muss im Voraus gebucht werden.
Dinosaurierspuren mitten in Porrentruy
Vor rund 150 Millionen Jahren lebten Dinosaurier in der heutigen Juraregion. Spuren davon kamen bei Bauarbeiten in Porrentruy zum Vorschein und sind heute auf dem Dinotec-Areal zu sehen.
Mehr als 100 versteinerte Fussabdrücke geben einen Eindruck von den Tieren, die einst hier unterwegs waren. Darunter befinden sich auch Spuren des fleischfressenden Allosaurus. Lebensgrosse Dinosaurierdarstellungen und Informationen zur Erdgeschichte ergänzen den Rundgang.
Selbst auf Fossiliensuche gehen
Wie fühlt es sich an, ein Millionen Jahre altes Fossil zu finden? An der Ausgrabungsstätte Le Banné können Sie es selbst ausprobieren. Mit einfachen paläontologischen Werkzeugen suchen Besucherinnen und Besucher nach Überresten von Meerestieren, die vor rund 152 Millionen Jahren im Jurameer lebten.
Ein Informationspavillon erklärt die geologischen Besonderheiten der Region. Besonders für Familien mit Kindern ist die Fossiliensuche eine spannende Ergänzung zum Stadtbesuch.
Ein ehemaliges Spital erzählt Geschichte
Hinter der stattlichen Fassade des Hôtel-Dieu verbirgt sich ein Stück Stadtgeschichte. Von 1765 bis 1956 wurden hier Kranke aus Porrentruy und der Umgebung gepflegt. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum zur Geschichte, Kunst und Kultur des Jura.
Besonders sehenswert ist die historische Apotheke mit ihrer Einrichtung aus dem 19. Jahrhundert. Daneben zeigen Sammlungen zur Uhrmacherei, religiöse Kunstgegenstände und wechselnde Ausstellungen, wie sich das Leben in der Region über die Jahrhunderte verändert hat.
Kunst, die das Auge täuscht
Im POPA ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Museum widmet sich der optischen Kunst, bei der Formen, Farben und Muster mit unserer Wahrnehmung spielen. Neben der permanenten Sammlung werden regelmässig wechselnde Ausstellungen gezeigt.
Auch ausserhalb des Museums gibt es Kunst zu sehen: Wandbilder verschiedener Künstlerinnen und Künstler schmücken die Strassen und Hausfassaden von Porrentruy. Ein Spaziergang durch die Stadt wird so gleichzeitig zu einem kleinen Kunstrundgang.
Ein Museum mit einer guten Portion Humor
Einbetonierte Gartenzwerge, absurde Postkarten und Gegenstände, die man nicht alle Tage sieht: Im Museum Le PIRE geht es alles andere als gewöhnlich zu.
Die Ausstellung widmet sich dem Künstlerduo Plonk & Replonk, das mit Humor und ungewöhnlichen Ideen den Alltag auf die Schippe nimmt. Zwischen Büchern, Comics und kuriosen Objekten gibt es immer wieder etwas zum Schmunzeln.
Vom Obstgarten bis zum fertigen Produkt
Was wird aus den Äpfeln, Birnen und Pflaumen der Ajoie? Im Schweizer Obst- und Brennereimuseum «Ô Vergers d'Ajoie» erfahren Sie, wie aus regionalen Früchten Säfte, Konfitüren und weitere Spezialitäten entstehen.
Interaktive Ausstellungen zeigen die Verarbeitung der Früchte und die Geschichte der Schweizer Brennkunst. Im Laden stehen verschiedene Produkte aus der Region zum Verkauf. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Museumsbesuch mit einem Essen im Restaurant verbinden.
Eine kulinarische Tradition im November
Das Sankt-Martinsfest gehört zu den wichtigsten Traditionen der Ajoie. Jedes Jahr im November kommen Einheimische und Gäste zusammen, um regionale Gerichte nach alten Rezepten zu geniessen.
Auf den Speisekarten der Restaurants stehen dann unter anderem herzhafte Fleischgerichte, Sauerkraut und die traditionelle Rahmtarte Totché. Begleitet wird das Fest von Märkten mit regionalen Produkten und verschiedenen Veranstaltungen. Am darauffolgenden Wochenende wird die Tradition mit dem sogenannten «Revira» fortgesetzt.
Regionales Kunsthandwerk in der Adventszeit
Im Dezember steht Porrentruy ganz im Zeichen der Adventszeit. Beim Weihnachtsmarkt im Hôtel des Halles präsentieren regionale Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker ihre Produkte.
Zwischen handgefertigten Geschenkideen, Weihnachtsdekorationen und kulinarischen Spezialitäten lässt es sich in Ruhe stöbern. Anschliessend bietet sich ein Spaziergang durch die festlich geschmückte Altstadt an.
Kunst unter freiem Himmel
Beim POPA-Festival rückt die optische Kunst auch ausserhalb des Museums in den Mittelpunkt. Künstlerinnen und Künstler gestalten neue Wandbilder, die das Stadtbild von Porrentruy dauerhaft bereichern.
Die entstandenen Werke lassen sich auf einem Spaziergang durch die verschiedenen Quartiere entdecken. Dabei zeigt sich die Stadt von einer überraschend modernen und kreativen Seite.
Auch kulinarisch hat Porrentruy einiges zu bieten. In den Restaurants und Cafés der Altstadt stehen neben klassischen Gerichten auch regionale Spezialitäten auf der Karte, darunter die Totché, eine herzhafte Rahmtarte aus Hefeteig, und die Damassine AOP, ein Obstbrand aus kleinen roten Pflaumen, die in der Ajoie angebaut werden.
Marché Saint-Germain
Wer gerne regionale Spezialitäten probiert oder etwas für zu Hause mitnehmen möchte, sollte beim Marché Saint-Germain vorbeischauen. Das Sortiment reicht von Käse, Brot und Gebäck über saisonales Obst und Gemüse bis zu verschiedenen Delikatessen und handgefertigten Produkten. Auch Degustationen und Veranstaltungen rund um regionale Erzeugnisse stehen regelmässig auf dem Programm.
Weitere Informationen zum Marché Saint-Germain
Auberge d'Ajoie
Für eine kleine Pause zwischendurch bietet sich die Auberge d'Ajoie an. Das Café serviert hausgemachtes Gebäck, kleine Gerichte und Getränke in ungezwungener Atmosphäre. Ein angenehmer Zwischenstopp, bevor es mit der Stadtbesichtigung weitergeht.
Vom Bahnhof gelangen Sie in wenigen Gehminuten ins historische Zentrum. Viele Sehenswürdigkeiten, Museen und Restaurants sind von dort aus bequem zu Fuss erreichbar.