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Um- und Neubau der Werkstätte Oberburg
Neue Werkstätte für Service und Unterhalt
Jeder BLS-Zug muss durchschnittlich einmal pro Woche in eine Werkstätte. Die BLS baut deshalb in Oberburg eine neue Werkstätte für den Unterhalt ihrer Züge. Damit entstehen am bestehenden Standort moderne und langfristig nutzbare Anlagen für die regelmässigen Servicearbeiten an den Zügen.
Die Bauarbeiten laufen seit Herbst 2025, die Inbetriebnahme der neuen Werkstätte ist für Ende 2028 vorgesehen.
Die neue Werkstätte besteht aus einem Haupt- und einem Nebengebäude. Dadurch entsteht Platz für ein zusätzliches Zufahrtsgleis zur Werkstätte, das den Bahnübergang beim Bahnhof Oberburg entlastet.
Die Gebäude erhalten eine Holzfassade. Auf den begrünten Dächern sind Photovoltaikanlagen vorgesehen. Zudem wird Regenwasser gesammelt und gespeichert, um damit die Züge zu reinigen. Die BLS sichert mit der neuen Werkstätte mehr als 100 Arbeitsplätze im unteren Emmental und stärkt ihren Standort Oberburg, den sie seit 1977 betreibt.
- 231 KB Faktenblatt
Um die beste Lösung für den Um- und Neubau der Werkstätte Oberburg auf Areal zu finden, hat die BLS mit einem Expertengremium zusammengearbeitet. Das Gremium hat der BLS die Variante «Haupt- und Nebengebäude» empfohlen. Damit besteht Platz, um ein zusätzliches Zufahrtsgleis in die Werkstätte zu bauen. Das entlastet den Bahnübergang am Bahnhof Oberburg.
Die neue Werkstätte entsteht in mehreren Etappen. Zunächst wird das Terrain vorbereitet und mit dem Bau der neuen Gebäude und Anlagen begonnen. Anschliessend werden die Servicearbeiten an den Zügen während rund eineinhalb Jahren (Mitte 2027 bis Ende 2028) vorübergehend an andere Standorte verlagert. Dadurch können die bestehende Halle zurückgebaut sowie die Gleise und sonstigen Anlagen im Zufahrtsbereich der Werkstätte neu erstellt werden. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die neue Werkstätte in Betrieb genommen.
- 240 KB Bauphasenplanung
Kosten
277 Millionen Franken (Kostengenauigkeit +/- 15%)
Zeitplan
| September 2025 | Rechtskräftige Baugenehmigung |
| Herbst 2025 | Baustart |
| Ende 2028 | Aufnahme des Betriebs der neuen Werkstätte |
| 2029 | Abschlussarbeiten |
Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Ausbau der Werkstätte Oberburg.
Kann man die gleiche Werkstätte/das gleiche Projekt nun einfach in Oberburg bauen?
Nein. Das Areal in Oberburg ist kleiner und hat eine andere Form als Chliforst Nord. Auch die Umgebung ist komplett anders. Deshalb kann man das Projekt nicht einfach zügeln. Es wurden jedoch wichtige Vorarbeiten geleistet, die wir für die Planung der neuen Werkstätte in Oberburg in angepasster Form weiterverwenden können. Wir wollen auch in Oberburg eine optimal gestaltete Werkstätte realisieren, die zu Oberburg passt.
Was heisst der 24-Stunden/7-Tage Betrieb für Anwohnende und die Umgebung? Wie will die BLS die Menschen, Tiere und vor diesen schädlichen Einflüssen schützen?
Die neue Werkstätte wird rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche genutzt. Hier werden die regelmässigen Servicearbeiten und kleineren Reparaturen an den Zügen durchgeführt. Die Servicearbeiten erfolgen in der grossen Halle bei geschlossenen Toren. Grosse Reparaturen und Revisionen werden nicht mehr in Oberburg, sondern in der BLS-Werkstätte Bönigen ausgeführt. Die Auswirkungen auf Anwohnende und Umwelt werden mit weiteren Massnahmen reduziert. Dazu gehören eine bewegungsabhängige Aussenbeleuchtung sowie verschiedene bauliche Massnahmen, darunter die Integration von Werkhof und Anlieferung ins Hauptgebäude, der Verzicht auf Fenster auf der dem Wald zugewandten Gebäudeseite und die Verdunkelung der Oberlichter.
Welche Arbeiten werden in der neuen Werkstätte Oberburg ausgeführt?
Jeder Zug macht einmal pro Woche einen «Boxenstopp» in der Werkstätte. Es werden Servicearbeiten und kleine Reparaturen durchgeführt, beispielsweise:
- Mitarbeitende reparieren defekte Lampen, verstopfte Klimaanlagen, klemmende Türen oder kalte Heizungen.
- Die Züge werden innen und aussen gereinigt und allfällige Graffitis werden entfernt.
- WCs der Züge werden geleert und frisches Wasser nachgefüllt.
- Regelmässig werden wichtige Komponenten wie Räder oder Bremsen kontrolliert.
Wie involviert die BLS die direkt betroffenen Menschen?
Der Austausch und Einbezug der Menschen im unmittelbaren Umfeld der Werkstätte in Oberburg ist der BLS wichtig. Sie informiert regelmässig über den Projektfortschritt und steht mit den zuständigen Behörden sowie den betroffenen Gemeinden im Austausch. Zudem bietet die BLS für Anwohnende eine Sprechstunde auf der Baustelle an.
Was passiert mit den Schrebergärten?
Für den Bau der neuen Werkstätte und die erforderlichen Flächen für die Versickerung von Wasser wurde das Areal zwischen Bahnlinie und Emmendamm beansprucht. Die bisherigen Schrebergärten mussten deshalb aufgehoben werden. Die Versickerungsflächen sind nötig, damit das Wasser von versiegelten Flächen wie Plätzen und Dächern gemäss den gesetzlichen Vorgaben auf dem Areal versickern kann. Für die betroffenen Pächterinnen und Pächter wurden gemeinsam mit der Burgergemeinde Burgdorf und der Einwohnergemeinde Oberburg alternative Lösungen gesucht.
Ist der Auenwald von der neuen Werkstätte tangiert?
Die neue Werkstätte Oberburg liegt nahe am Auenwald. Die gesetzlichen Vorschriften werden jedoch eingehalten. Somit tangiert das Projekt den Auenwald nicht direkt. Durch die Integration des Werkhofs und der Anlieferung ins neue Hauptgebäude werden Lärm- und Lichtemissionen zusätzlich reduziert. Weitere Massnahmen sind der Verzicht auf Fenster auf der dem Wald zugewandten Gebäudeseite sowie die Verdunkelung der Oberlichter.
In Oberburg und Umgebung sind verschiedene Infrastrukturprojekte vorgesehen. Wie stellt die BLS sicher, dass ihr Vorhaben mit den anderen Projekten gut aufeinander abgestimmt ist?
Die BLS steht mit den Verantwortlichen anderer Infrastrukturprojekte in der Region im Austausch, darunter der neue Radweg, die Verkehrssanierung «Emmentalwärts» sowie der Ausbau der Logistikinfrastruktur von Armasuisse. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Koordination der Bauarbeiten und der Baulogistik. Zudem erfolgt die Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Projektpartnern laufend.
Emmentalwärts
Die BLS tauscht sich mit den Projektverant-wortlichen aus. Die Verkehrssanierung bringt nicht nur den Autofahrer:innen einen Vorteil, sondern auch den Bahn- und Busreisenden in der Region. Die neuen Busspuren und die Bevorzugung des ÖV helfen, den Fahrplan der Busse und damit die Anschlüsse am Bahnhof besser einhalten zu können. Zudem lässt die Aufhebung dreier Bahnübergänge den Verkehr flüssiger fliessen.
Für Weiteres wenden Sie sich an die Projektleitung Emmentalwärts.
Was passiert mit dem projektierten Radweg?
Die BLS hat zusammen mit dem Tiefbauamt des Kantons Bern eine neue Routenführung auf dem Areal der Werkstätte erarbeitet. Neu führt der Radweg von der Lochbachstrasse über die Erschliessungsstrasse der Werkstätte bis hin zur neuen Velounterführung. Für Weiteres erkundigen Sie sich beim Tiefbauamt des Kantons Bern.
Wie verändert sich die Häufigkeit der Schliessung des Bahnübergangs Lochbachstrasse?
Dank eines zusätzlichen Zufahrtsgleises von Hasle her bleibt die Schliessungshäufigkeit des Bahnübergangs Lochbachstrasse ungefähr gleich wie heute. Künftig können Züge aus Richtung Hasle direkt in die Werkstätte ein- und ausfahren. Dadurch entfällt der Umweg über den Bahnhof Oberburg, den die Züge heute für gewisse Fahrten zurücklegen müssen. Dies entlastet den Bahnübergang beim Bahnhof Oberburg.
Die Verkehrssituation im Bereich Lochbachstrasse ist bereits heute sehr angespannt. Belasten Bau und Betrieb der BLS-Werkstätte diese nicht noch zusätzlich?
Die Bauarbeiten für die neue Werkstätte Oberburg führen vorübergehend zu zusätzlichem Verkehr. Die Baustelle wird jedoch hauptsächlich über eine provisorische Zufahrtsstrasse von der Emmentalstasse her erschlossen. Die Lochbachstrasse dient lediglich zu Beginn und gegen Ende der Bauzeit als Zufahrt zur Baustelle.
Wie sieht die Baustellenerschliessung (Um- und Neubau Werkstätte) aus?
Die Baustelle wird hauptsächlich über eine provisorische Zufahrtsstrasse von der Emmentalstrasse her erschlossen. Diese führt über einen temporären Bahnübergang direkt auf das Baustellenareal. Die Lochbachstrasse dient lediglich zu Beginn und gegen Ende der Bauarbeiten als Zufahrt zur Baustelle.
Warum steht Bahnübergang für Fussgänger:innen nur während eines Teils der Bauzeit zur Verfügung?
Seit März 2026 ermöglicht ein temporärer Bahnübergang eine sichere Fussverbindung zwischen dem Auenwald und Oberburg. Sobald die Bauarbeiten für die Radwegunterführung starten, muss der Bahnübergang für Fussgänger:innen allerdings wieder abgebaut werden, da dann kein Platz mehr dafür vorhanden ist. So dürfte der Bahnübergang während ungefähr 1 ½ Jahren als direkte Verbindung zum Naherholungsgebiet dienen.
Schliesst die Werkstätte für die Erweiterung? Wenn ja, wo werden die Züge während dieser Zeit gewartet?
Die BLS nutzt die bestehenden Servicekapazitäten der Werkstätte Oberburg so lange wie möglich. Für den Rückbau der bestehenden Halle und die Erneuerung der Gleisanlagen werden die Servicearbeiten während rund eines Jahres vorübergehend nach Bern Holligen verlagert. Die grossen Reparaturen und Revisionen werden in der BLS-Werkstätte Bönigen ausgeführt. Nach Abschluss der Bauarbeiten nimmt die BLS die neue Werkstätte in Betrieb.
Wie sieht der genaue Zeitplan aus?
- Start der Bauarbeiten ab Oktober 2025
- Realisierung der neuen Werkstätte in Oberburg und Rückbau der bestehenden Anlage 2025-2027
- Ende 2028 Abschluss Bauarbeiten / 2029 Aufnahme Betrieb
- 08.07.2025 Oberburg: Baubewilligung für die BLS-Werkstätte und den Radweg
- 04.04.2024 Pläne für den Umbau der BLS-Werkstätte Oberburg werden öffentlich aufgelegt
- 08.11.2023 BLS ist mit Planungsarbeiten auf Kurs
- 24.05.2023 Neubau der Werkstätte Oberburg erfolgt gestaffelt
- 26.01.2023 BLS konkretisiert Bauprojekt
- 30.11.2022 Dimension und Anordnung der neuen Werkstätte Oberburg stehen fest
- 24.02.2022 BLS stoppt die Planung einer neuen Werkstätte in Chliforst Nord und prüft Alternative