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«Bei 1000 Grad kann man nicht mehr viel ausrichten»

Interview mit dem BLS-Feuerwehrkommandant Peter Luginbühl

Peter Luginbühl (59) kam vor rund 40 Jahren als Mechaniker zur BLS, heute ist er Kommandant der Feuerwehr. Beim Brand im Simplontunnel lernte er seine Grenzen kennen.

Herr Luginbühl, welches Ereignis hat Sie am meisten geprägt? 

Der Brand im Simplontunnel 2011. Im Tunnel herrschten 1000 Grad Celsius, das ist schon extrem. Da lernt man seine Grenzen kennen, weil man unter solchen Bedingungen nicht mehr viel ausrichten kann. Zum Glück kam niemand ums Leben. Bei Einsätzen geht es immer in erster Linie darum, die Fahrgäste zu schützen. Erst danach kommt der Schutz der Infrastruktur.

Sie kamen ursprünglich als Mechaniker zur BLS. Wie wurde aus Ihnen ein Feuerwehrkommandant?

Das hat sich alles eher zufällig ergeben. Eigentlich wollte ich Lokführer werden, bei mir wurde dann aber eine ganz leichte Form von Farbenblindheit diagnostiziert. Ich war lange in der örtlichen Feuerwehr bei mir zu Hause aktiv, so landete ich bei der BLS-Feuerwehr. Das Wissen als Mechaniker konnte ich aber auch da gut gebrauchen. Zu unseren Aufgaben gehört zum Beispiel, entgleiste Lokomotiven wieder zurück aufs Geleise zu stellen. Das geschieht meist per Hebezylinder. Da ist es hilfreich, wenn man weiss, an welchen Stellen man die Fahrzeuge am besten anhebt. Denn wenn eine 80-Tonnen-Lok aus einem halben Meter auf den Boden fällt, ist sie kaputt.

Was gefällt Ihnen vor allem an Ihrem Beruf?

Die Vielseitigkeit. Neben dem Planen von Einsätzen und Übungen bin ich zum Beispiel auch in der Ausbildung enga-giert. Das gefällt mir: Wir brauchen gute Nachwuchskräfte. Und wir pflegen internationale Kontakte: Eben erst war eine österreichische Delegation vom Brennertunnel für einen Erfahrungsaustausch zu Besuch. 

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