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Untersuchung der Stabilität des Tunnelgewölbes - Foto St. Irmgartinger/BLS
Medienmitteilung 19.08.2026

BLS legt Pläne für den Vollausbau des Lötschberg-Basistunnels öffentlich auf

Der vollständige Ausbau des Lötschberg-Basistunnels kommt einen wichtigen Schritt voran: Die BLS legt diese Pläne nun öffentlich auf. Nach dem Ausbau können Züge den 35 Kilometer langen Tunnel zwischen Frutigen und Raron durchgehend auf zwei Spuren befahren. Damit wird ein zentrales Projekt der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) fertiggestellt.

Die Planung für den vollständigen Doppelspurausbau des Lötschberg-Basistunnels schreitet voran. Die Pläne für das angepasste Bauprojekt liegen zwischen dem 17. August und dem 15. September 2026 öffentlich auf. Bereits rechtskräftig ist die Bewilligung für den teilweisen Ausbau des Basistunnels. Öffentlich aufgelegt werden in der erneuten Auflage also nur die Änderungen, die für den vollständigen Ausbau nötig sind. Am 18. August 2026 informierte die BLS die Bevölkerung an einem öffentlichen Informationsanlass über das Projekt.

Zusätzliche Arbeiten im Berg

Der grösste Teil der Anlagen, Installationsplätze und Umwelt- und Schutzmassnahmen ist bereits rechtskräftig bewilligt und bleibt unverändert bestehen. Die zusätzlichen Arbeiten für den Vollausbau finden im Berg statt. Die wichtigsten Neuerungen betreffen den 7 Kilometer langen Tunnelabschnitt beim Portal Frutigen, der für den vollständigen Ausbau ausgebrochen wird. Für den Vollausbau wird zudem eine zusätzliche Nothaltestelle im Bereich Mitholz gebaut und die Planung und Organisation des Bauablaufs angepasst.

Ausbau ermöglicht Angebotsverbesserung

Mit dem Vollausbau verschwindet das Nadelöhr im Berg: Züge können den Basistunnel künftig durchgehend zweispurig befahren. Der Ausbau ermöglicht im Fernverkehr den durchgängigen Halbstundentakt zwischen Bern und dem Wallis und schafft zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr. Damit wird der Bahnverkehr auf der Nord-Süd-Achse leistungsfähiger und stabiler. Gemäss heutigen Kostenschätzungen kostet der vollständige Ausbau des Lötschberg-Basistunnels rund 1,7 Milliarden Franken. Die Hauptarbeiten starten nach aktueller Planung 2028. Die BLS rechnet mit einer Gesamtbauzeit von ungefähr 10 Jahren.

Erst ein Teilstück des Tunnels ist zweispurig befahrbar

Der 35 Kilometer lange Lötschberg-Basistunnel ist heute nur auf einem Teilstück vollständig zweispurig befahrbar. Zwischen Raron und Ferden können die Züge durch zwei ausgerüstete Tunnelröhren auf einer Länge von 14 Kilometern fahren. Zwischen Ferden und Mitholz existiert zwar bereits eine zweite, 14 Kilometer lange Rohbauröhre, sie ist jedoch noch nicht mit Gleisen, Stromversorgung und Sicherheitstechnik ausgerüstet. Auf den verbleibenden 7 Kilometern zwischen Mitholz und Frutigen muss die zweite Röhre erst noch ausgebrochen werden.

Der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels wird im neuen Infozentrum direkt neben dem Bahnhof Frutigen thematisiert. Das Infozentrum ist öffentlich zugänglich. 

 

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