Projekte & Hintergründe

Lötschberg-Basistunnel: Die NEAT verbindet Europa

Der Lötschberg-Basistunnel ist das Herzstück der BLS-Infrastruktur. Er ist einer der modernsten, sichersten und technisch komplexesten Bahntunnel der Welt. Zusammen mit dem Gotthard-Basistunnel und dem Monte Ceneri-Basistunnel (noch im Bau) ist er eines der wichtigsten Teilstücke der NEAT, der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale.

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2007 ist der Lötschberg-Basistunnel aus der Schweizer Verkehrslandschaft nicht mehr wegzudenken. Sei es als Pendler vom Wallis in Richtung Bern, als Feriengast auf dem Weg von der Deutschschweiz in die Walliser Berge oder als Geschäftsreisender auf dem Weg nach Norditalien: Der Tunnel verkürzt die Reise. Auch Güter nehmen rund um die Uhr das Teilstück Lötschberg des sogenannten Rhine Alpine Corridor unter die Räder.

Wichtige Zahlen

  • 371’536 So viele Züge befuhren den Basistunnel (Basis: 2018).
  • 50 Personenzüge und bis zu 60 Güterzüge befahren den Basistunnel täglich. Damit ist er im Schnitt zu 80 Prozent ausgelastet. An manchen Tagen sogar zu 100 Prozent- eine höhere Auslastung der Bahnstrecke lässt sich unter Berücksichtigung der saisonalen Schwankungen kaum erreichen.
  • 34.6 Kilometer lang ist der Basistunnel. Davon sind aber bis heute nur 14 Kilometer zweispurig befahrbar. Ein Teil der westlichen Röhre ist noch im Rohbau, ein weiterer noch nicht ausgebrochen.
  • Rekord: 33,2 Millionen Bruttotonnen Güter wurden 2018 über die Lötschbergachse transportiert (Basistunnel und Bergstrecke). Der Marktanteil der Lötschberg-Achse im alpenquerenden Güterverkehr durch die Schweiz lag damit bei knapp 50 Prozent.

Die BLS baut den Basistunnel weiter aus

Der Lötschberg-Basistunnel ist heute bis an die Grenze ausgelastet. Grund dafür ist einerseits das rasante Wachstum des Personen- und Güterverkehrs, anderseits die begrenzte Kapazität aufgrund des langen Einspurabschnittes. Die lange einspurige Strecke von 21 Kilometern verunmöglicht eine Ausweitung des Personen- und Güterverkehrs, engt den Spielraum in der Fahrplangestaltung stark ein und führt zu hohen Betriebskosten. Ein Doppelspurausbau ist deshalb zwingend nötig. Im Sommer 2019 hat die BLS grünes Licht für den Ausbau des Basistunnels erhalten. Das Parlament sagte Ja zum Ausbauschritt 2035, in dem der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels enthalten ist.

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    Vorteile eines Ausbaus

    • Er ermöglicht den Halbstundentakt zwischen den Kantonen Bern und Wallis.
    • Er erhöht die Fahrplanstabilität- und Flexibilität im gesamten Schweizer Schienennetz.
    • Er senkt die Produktionskosten im Güterverkehr, weil die Züge dann nicht mehr wie heute über die deutlich längere Bergstrecke verkehren müssen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber der Strasse gestärkt und die Verlagerungsziele des Bundes gefördert.
    • Das Alpengebiet bleibt topographisch schwierig. Ausweichmöglichkeiten sind wichtig. Die Lötschberg- und die Gotthardstrecke ergänzen sich daher gegenseitig.
    • Der Unterhalt und die Intervention bei Ereignissen werden erleichtert.
    • Die Bergstrecke wird vom Güterverkehr entlastet. Davon profitiert der sensible Alpenraum wie auch der regionale Tourismus. Bilder wie gehabt.
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