Projekte & Hintergründe

Lötschberg-Basistunnel: Die NEAT verbindet Europa

Der Lötschberg-Basistunnel ist das Herzstück der BLS-Infrastruktur. Er ist einer der modernsten, sichersten und technisch komplexesten Bahntunnel der Welt. Zusammen mit dem Gotthard-Basistunnel und dem Monte Ceneri-Basistunnel (noch im Bau) ist er eines der wichtigsten Teilstücke der NEAT, der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale.

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2007 ist der Lötschberg-Basistunnel aus der Schweizer Verkehrslandschaft nicht mehr wegzudenken. Sei es als Pendler vom Wallis in Richtung Bern, als Feriengast auf dem Weg von der Deutschschweiz in die Walliser Berge oder als Geschäftsreisender auf dem Weg nach Norditalien: Der Tunnel verkürzt die Reise. Auch Güter nehmen rund um die Uhr das Teilstück Lötschberg des sogenannten Rhine Alpine Corridor unter die Räder.

Wichtige Zahlen

  • 260'000: So viele Züge befuhren den Basistunnel bereits in den ersten acht Betriebsjahren.
  • 50 Personenzüge und bis zu 60 Güterzüge befahren den Basistunnel täglich. Damit ist er im Schnitt zu 80 Prozent ausgelastet. An manchen Tagen sogar zu 100 Prozent.
  • 34.6 Kilometer lang ist der Basistunnel. Davon sind aber bis heute nur 14 Kilometer zweispurig befahrbar. Ein Teil der westlichen Röhre ist noch im Rohbau, ein weiterer noch nicht ausgebrochen.

Die BLS will den Basistunnel weiter ausbauen

Der Lötschberg-Basistunnel ist heute bis an die Grenze ausgelastet. Grund dafür ist einerseits das rasante Wachstum des Personen- und Güterverkehrs, anderseits die begrenzte Kapazität aufgrund des langen Einspurabschnittes. Die lange einspurige Strecke von 21 Kilometern verunmöglicht eine Ausweitung des Personen- und Güterverkehrs, engt den Spielraum in der Fahrplangestaltung stark ein und führt zu hohen Betriebskosten. Ein vollständiger Doppelspurausbau ist deshalb zwingend nötig.

Vorteile eines Vollausbaus

  • Er ermöglicht den Halbstundentakt ins Wallis und die nötige Fahrplanstabilität- und Flexibilität im Schweizer Schienennetz.
  • Er senkt die Produktionskosten im Güterverkehr, weil die Züge dann nicht mehr wie heute über die deutlich längere Bergstrecke verkehren müssen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber der Strasse gestärkt und die Verlagerungsziele umgesetzt.
  • Das Alpengebiet bleibt topographisch schwierig. Ausweichmöglichkeiten sind wichtig. Die Lötschberg- und die Gotthardstrecke ergänzen sich daher gegenseitig.
  • Der Unterhalt und die Intervention bei Ereignissen werden erleichtert.
  • Die Bergstrecke wird weniger durch den Güterverkehr in Anspruch genommen. Die Region wertet sich für den Tourismus weiter auf.

Auch der Teilausbau zwischen Ferden und Mitholz brächte  erhebliche Verbesserungen im Bahnangebot. Betrieblich macht aber längerfristig nur ein doppelspuriger Vollausbau Sinn. Nur mit dem Vollausbau sind weitere Fernverkehrsverbindungen möglich, ohne dass der stark wachsende Güterverkehr beeinträchtigt wird.

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