Bauprojekte

Ausbau Lötschberg-Basistunnel

Die BLS baut den Lötschberg-Basistunnel aus. Damit schafft sie Voraussetzungen für den Intercity-Halbstundentakt zwischen Bern und dem Wallis. Und Güterzüge fahren damit öfter durch den Basistunnel statt über die Lötschberg-Bergstrecke – das steigert die Produktivität.

7 Kilomter bis zum Doppelspurausbau

Heute ist der Lötschberg-Basistunnel bis an seine Grenze ausgelastet. Immer mehr Personen- und Güterzüge fahren durch den rund 35 Kilometer langen Tunnel. Die Herausforderung: Der Basistunnel ist nur zu rund 40 Prozent zweispurig befahrbar. Auf einer Länge von 14 Kilometern ist eine zweite Röhre zwar ausgebrochen, aber nicht für den Bahnbetrieb ausgerüstet. Weitere sieben Kilometer müssten noch ausgebrochen werden, damit die Züge den Tunnel durchgängig auf zwei Spuren befahren könnten.

Im Sommer 2019 hat das Parlament grünes Licht für den Ausbau des Lötschberg-Basistunnels gegeben. Die BLS kann damit die bereits bestehende Rohbauröhre zwischen Ferden und Mitholz ausbauen. Die Planung für den Teilausbau des Lötschberg-Basistunnels ist bereits weit fortgeschritten. Die öffentliche Auflage ist für 2020 geplant, sodass die Bauarbeiten im Idealfall 2022 starten können. Eine Inbetriebnahme ist damit frühestens ab Ende 2028 möglich.

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    Teilausbau heisst:

    • In der bereits bestehenden Rohbauröhre wird der Tunnelboden betoniert, das Gewölbe mit einer speziellen Folie zuerst abgedichtet und mit einer Innenring aus Beton ausgekleidet. Zudem wird eine Sohle aus Beton eingebaut.
    • Bahntechnische Ausrüstung der bestehenden Rohbauröhre zwischen Ferden und Mitholz:
      • Eine feste Fahrbahn wird eingebaut. Anstelle des klassischen Schotters werden die Schwellen mit einem festen Oberbau aus Beton verlegt. Zudem werden auf der gesamten Länge des neuen Bahntunnels Fahrleitungen installiert
      • Die weiteren technischen Einrichtungen wie Anlagen für Lüftung und Wasser, Hochspannungsanlagen, Bahntunneltore, Funkanlagen, Beleuchtung und Sicherungsanlagen werden erweitert und angepasst.
    • Einbau einer Hochgeschwindigkeits-Weiche in Mitholz, welche die neu ausgebaute Tunnelröhre mit der verbleibenden Einspurstrecke verbindet. Diese Weiche ist 160 Meter lang, damit die Züge mit einem Tempo von 180 km/h fahren können.
    • Einbau von drei zusätzlichen Weichen in Ferden. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, für Unterhaltsarbeiten von einer Tunnelröhre in die andere zu wechseln.
    • Die zweite, bereits bestehende Rohbauröhre des Engstligentunnels zwischen Frutigen und Wengy-Ey wird ebenfalls bahntechnisch ausgerüstet und an die bestehende Strecke angeschlossen

    Eckdaten

    • CHF 920 Mio. Kosten
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