Reisen

Von Köniz in die Welt

Bern–Lötschberg–Südostasien? Im Namen BLS steckt mehr, als viele denken. Erlebnisse auf allen Kontinenten gehören dazu – dank dem BLS Reisezentrum Köniz. Weshalb der neue Leiter vermehrt Familien in die Welt schicken will.

Einmal Köniz–Thun retour, bitte. Solche Billette gibt das Team des Reisezentrums Köniz jeden Tag vielfach aus. Immer öfter lautet der Wunsch aber: einmal Köniz–New York retour. Denn die Mitarbeitenden der 26 BLS Reisezentren bieten mehr als nationale Fahrausweise und lokale Ausflugstipps. Viele von ihnen verfügen über eine grosse Reiseerfahrung und beraten Ferienhungrige kompetent mit ihrem Wissen. Einer unter ihnen ist Daniel Müller, seit rund einem Jahr Leiter des Reisezentrums Köniz. «Reisen kann für mich Erholung bedeuten, aber auch Abenteuer oder Bildung.» Der zweifache Familienvater stellt lachend fest: «Ich kann gar nicht alle Gründe aufzählen, die das Reisen lohnenswert machen.» Die meisten denkbaren Gründe haben ihn selber schon in die Ferne gelockt. In seinen acht Jahren als Reiseberater bei Globetrotter hat er jeweils drei Monate im Ausland verbracht und neue Eindrücke gesammelt. Viel Reiseerfahrung ist so zusammengekommen – vor allem in Südamerika und Südostasien, aber auch in den USA oder Ozeanien.

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    Keine Frage zu schwierig

    Erlebtes und Erfahrenes der Mitarbeitenden: Davon können die Kundinnen und Kunden des Reisezentrums Köniz profitieren. «Wir bieten nicht einfach standardisierte Massenangebote», weiss Leiter Daniel Müller, «durch eigene Reisen können wir ganz persönliche Tipps geben.» Sein siebenköpfiges Team in Köniz kommt zusammen auf über 60 bereiste Länder auf allen Kontinenten. Da gibt es den Spezialisten für Afrika und den nahen Osten, jenen für Skandinavien und Australien, den Kenner von Mexiko und Kuba. Die Eigenheiten eines Landes zu kennen – das bringt für die Beratung ein grosses Plus. «In meiner Karriere habe ich schon alle möglichen und unmöglichen Fragen beantwortet», so Daniel Müller, «etwa wo ich in Vietnam Windeln kaufen kann oder wie das thailändische Schoggipulver schmeckt.» Die Kundschaft lässt sich gerne von der Expertise überzeugen, wie kürzlich eine Frau mit dem Reiseziel Costa Rica: «Bis zur Abreise durften wir sie achtmal mit konkreten Tipps versorgen.»

    Familiensache Ferien

    Dass es der BLS möglich ist, Reisen in alle Welt anzubieten, hat mit ihrem grossen Netzwerk zu tun. Die Reisezentren pflegen Kooperationen mit den grossen Schweizer Reiseveranstaltern, sogar ein eigenes System für Flugreservationen steht der BLS zur Verfügung. Die Möglichkeiten sind also da – in Zukunft soll es darum gehen, die Dienstleistungen rund um das Reisen noch bekannter zu machen. «Gerade Familien sind bei uns sehr gut beraten», so Daniel Müller. Das Unterwegssein mit Kindern, er hat es selber vielfach ausprobiert. Seine zwei Kinder, heute sechs- und achtjährig, haben schon einige Flecken auf der Welt gesehen: Rund drei Monate ist die Familie durch Südostasien gereist, mit nichts als dem Flugticket im Gepäck. Ein mehrwöchiges Camper-Abenteuer durch die USA hat das letzte Jahr aufgemischt. «Reisen mit der Familie ist mein Luxus», erklärt der Naturliebhaber aus Belp, «das schafft Erlebnisse, von denen man ein Leben lang zehrt.» Eine Zeit lang gemeinsam unterwegs zu sein, kann er allen Familien empfehlen: «Man erlebt vieles intensiver, und es kommt dabei weniger darauf an, wohin man genau verreist.»

    Reiselust anstossen

    Nicht die exotischsten Destinationen sind für Daniel Müller die prägendsten, wenn er mit der Familie aufbricht. Er schaut gerne auf einen Hausboottrip in Norddeutschland zurück. Und freut sich auf ein Unterfangen diesen Sommer: «Eine Woche Ferien in der Jugendherberge Brienz.» Angebote für alle Wünsche und Budgets – das ist, was die BLS Familien bietet. Passend dazu hat sie vor Kurzem eine neue Familienbroschüre lanciert. Zahlreiche Ausflugstipps in der Region, erweitert mit viel Rätselspass, warten auf junge Entdecker. Die Reiselust zu wecken, geht auch noch anders, wie das Könizer Reiseteam vor einigen Wochen bewiesen hat. Erstmals haben die Bähnler ein Familienfest auf die Beine gestellt – mit Fahrt auf der Kleineisenbahn und einem Reisewettbewerb. «Wir lieben das Reisen, und das wollen wir weitergeben», erklärt Daniel Müller den Hintergrund. Auch in Zukunft will er die Kundschaft im Reisezentrum Köniz überraschen. Geplant ist etwa, dem alten Bahnhofshäuschen einen frischen Glanz zu verpassen. «Es wird schön», glaubt der Teamleiter, «aber nicht so schön, wie in die Welt aufzubrechen.»

     

    Text: Marc Perler
    Bilder: Rolf Siegenthaler, BLS

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