Wandern & Natur

Die Themenwege des Nationalparks Val Grande

Besuchen Sie Vogogna im Nationalpark Val Grande, entdecken Sie die mittelalterliche Burg und begeben Sie sich auf eine geologische Erkundungstour.

Spaziergang entlang des beschilderten Erkundungswegs «Il respiro della storia» (Der Atem der Geschichte) durch die alten Gassen des mittelalterlichen Städtchens. Vom Palazzo Pretorio geht es hoch zur Burg und dann zur Rocca, einem mittelalterlichen Turm. Der geologische Themenweg bietet eine Reise durch Raum und Zeit und führt in die Natur. Auf dem Spaziergang sieht man Gestein der eurasischen Kontinentalplatte und über 300 Millionen Jahre alte Felsen und Gesteinsformationen, die Überreste der afrikanischen Platte sind, die vor 30 bis 50 Millionen Jahren auf die europäische Platte traf und dabei die Alpen bildete.

Verfügbarkeit Heute Samstag verfügbar

Das Angebot ist ganzjährig verfügbar.

Änderungen vorbehalten

Hinweise

Weg «Il respiro della storia» (Der Atem der Geschichte)

Das mittelalterliche Vogogna

  • Ausgangpunkt: Vogogna
  • Ziel: Rocca (Vogogna)
  • Gehzeit:1 Stunde ohne Pause für den Hinweg, 30 Minuten für den Rückweg
  • Anforderung: Die Strecke ist einfach und für alle geeignet
  • Höhenmeter: 130 m
  • Empfohlene Reisezeit: von Januar bis Dezember

Der Erkundungsweg beginnt in Vogogna, der alten Hauptstadt der Region Ossola Inferiore. Vogogna ist der einzige Ort der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, dessen mittelalterliche Stadtstruktur und Architektur vollständig erhalten geblieben ist.

Geologischer Erkundungsweg

  • Ausgangspunkt: Vogogna
  • Ziel: Premosello-Chiovenda
  • Gehzeit:1 Stunde ohne Pausen
  • Anspruch: leicht/mittel. Die Strecke ist im Grossen und Ganzen leicht, mit wenigen etwas anspruchsvolleren Abschnitten.
  • Höhenmeter: 100 m

Der geologische Themenweg von Vogogna nach Premosello-Chiovenda bietet die ausgezeichnete Gelegenheit, die Kontinentalplatte «zu überqueren» und dabei Felsen und Gesteinsformationen aus verschiedenen Tiefen und aus verschiedenen Epochen zu beobachten.

Entlang der beschilderten Strecke beobachtet man Gestein der eurasischen Kontinentalplatte und über 300 Millionen Jahre alte Felsen und Gesteinsformationen, die Überreste der afrikanischen Platte sind, die vor 30 bis 50 Millionen Jahren auf die eurasische Platte traf, worauf sich die Alpen bildeten. Zu sehen ist neben Gestein der Erdkruste auch solches des Erdmantels, der erst in 30-35 Kilometern Tiefe beginnt ‒ eine Folge des genannten tektonischen Vorgangs.

Museen und Besucherzentren

Zurzeit gibt es vier Besucherzentren, zwei Museen und ein geologisches Labor, die sich an den wichtigsten Zugangspunkten zum Nationalpark befinden. Jede Einrichtung hat ein zentrales Thema und bringt dieses mit den Besonderheiten des Val Grande in Bezug. In Verbania gibt es ein Informationszentrum für die Parks zwischen Ossola und dem Lago Maggiore. Alle Besucherzentren und Museen sind während den Sommermonaten und an den wichtigsten nationalen Feiertagen geöffnet. Das Geolab öffnet auf Anfrage von Schulen und Gruppen. In allen Zentren erhält man Informationen über den Park und die laufenden Aktivitäten.

Typische Produkte

Die Ossolatäler und damit auch das Val Grande als Grenzregion zwischen dem Piemont und der Lombardei besitzen schon seit jeher eine bedeutende Tradition in der Schweinefleischproduktion. Die Gegend war lange Zeit berühmt für ihren Schinken aus Schweine- und Ziegenfleisch, ihre Salami, ihre Bresaola aus Rindfleisch sowie ihre Mortadella. Bekannt für das Tal waren die frei lebenden Schweine, die im Sommer auf die Alp gebracht wurden ‒ mit einem Ring in der Nase, damit sie die Weiden nicht aufwühlten. Noch weiter zurück reicht die Tradition der Käseherstellung, die bereits im Jahr eintausend nach Christus dokumentiert wurde. Besonders interessant sind der Vollmilchkäse «Ossolano d’Alpe» und der mit teilentrahmter Milch hergestellte «Ossolano», «Mezzapasta» oder «Spress». Ausgezeichnet sind auch die Ziegenkäse der Region. Die Haltung von Ziegen, die mindestens acht bis neun Monate pro Jahr auf der Weide verbringen, ist auch für die Salamiherstellung wichtig. Weitere typische Produkte der Region sind Brot (die ältesten Sorten sind das «Nero di Coimo» und das «Pan Dolce»), Honig, Pilze und Waldbeeren. Mit den Beeren werden auch qualitativ hochwertige Konserven hergestellt.

Die Parkverwaltung ist nicht nur für den Schutz des Natur- und Kulturerbes verantwortlich, sondern auch für die Promotion der lokalen Produkte, unter anderem mit den « Sentieri del Gusto», den Genusswegen, eine unterdessen seit zehn Jahren existierende Veranstaltung, die jährlich in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola durchgeführt wird.

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