Heimatland

Region Willisau & Oberaargau

Nicht nur die Heimat des berühmten Willisauer Ringlis

Die Regionen Willisau und Oberaargau könnten kaum vielfältiger sein: Die Altstadt Willisau, die Flyer aus Huttwil oder die Künstler und Designer rund um Langenthal – jeder Ort ist einzigartig. Die Region Willisau liegt im Einzugsgebiet des Napfs mit seinen hohen Hügeln und tiefen Tälern; in der Region Oberaargau wird die Landschaft zunehmend flacher. Die Zugstrecke von Wolhusen nach Langenthal führt über Willisau, wo geschichtsträchtige Brunnen und Tore die imposante Altstadt säumen. Weiter geht es über die Kantonsgrenze ins bernische Huttwil. Ein Besuch bei der Firma Biketec, wo die berühmten Flyer-E-Bikes produziert werden, lohnt sich immer. In Huttwil besteht die Möglichkeit, auf den Bus Richtung Burgdorf umzusteigen oder per Zug nach Langenthal weiterzufahren.

Jazz Festival Internationales Forum für zeitgenössischen Jazz

Das Jazz Festival Willisau gehört seit seinem Beginn im Jahre 1975 zu den wichtigen internationalen Ereignissen der zeitgenössischen Jazz-Szene. An 5 Festivaltagen finden Ende August über 20 Konzerte auf 4 verschiedenen Bühnen statt. Diese Konzerte bieten ein abwechslungsreiches, vielseitiges und hochstehendes Programm. Nach wie vor werden aktuelle Tendenzen der improvisierten Musik vorgestellt und etablierte wie noch unbekannte Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland eingeladen.

Kirsch 100 Jahre Schnapsbrennerei

Das Schnapsbrennen hat in Willisau eine fast hundertjährige Familientradition. Sie begann 1918 mit dem jungen Hans Affentranger: Als 20-jähriger begann er mit der Herstellung von Spirituosen, Likör und Sirup und legte den Grundstein zur heutigen DIWISA, einer der modernsten Destillerien Europas. Die gebrannten Wasser des Unternehmens erfreuten sich bald überregionaler Beliebtheit. Die Destillerie Willisau verbindet traditionelles Handwerk und Hightech. Dank ihrer Motivation und Innovationskraft ist die Firma schweizweit marktführend in der Herstellung und im Vertrieb alkoholischer Getränke.

Tipp: Der Willisauer Kirsch kann in den meisten Detailhandelsgeschäften oder direkt im Verkaufsladen der Schnapsbrennerei gekauft werden.

slowUp Motorfreier Spass für Bewegungs- und Genussmenschen

Der slowUp Emmental-Oberaargau führt durch die einzigartige Hügellandschaft des Emmentals und durch die Region Oberaargau. Er findet jeweils an einem Sonntag Mitte September statt, 2017 schon zum 11. Mal.

Während dem slowUp werden die Strassen zwischen Huttwil und Sumiswald für den motorisierten Verkehr gesperrt und der Weg wird frei für Velofahrer, Inlineskater und Fussgänger. Die Streckenlänge von Huttwil bis nach Sumiswald beträgt 38 Kilometer und der Rundkurs ab Huttwil beläuft sich auf 25 Kilometer.

Entlang der Route finden Sie Verpflegungsstände, Festwirtschaften und diverse Marktstände. Jung und Alt, Familien und Singles, Bewegungsmenschen und Genussmenschen geniessen die fröhliche Stimmung im autofreien Ambiente.

Sagenweg Die Entdeckungstour ab Huttwil

In und um Huttwil gibt es viel Spannendes zu erkunden: Der Huttwiler Geschichten- und Sagenweg entstand nach der Idee des Lokalchronikers Beat Lanz in Zusammenarbeit mit dem Burgerrat Huttwil. Sämtliche Tafelstandorte haben ihren eigenen Charakter, was die Lage und die Aussicht betrifft. Sie bieten den Gästen auf dem abwechslungsreichen Rundweg Einblicke in vergangene Zeiten und einmalig schöne Ausblicke in die natürliche, ursprüngliche Hügellandschaft rund um Huttwil. Start und Zielort ist jeweils in Huttwil.

Tipp: Weitere Infos erhalten Sie bei Pro Regio Huttwil.

Willisau Begleiteter Rundgang durchs Städtchen

Lernen Sie Willisau bei einem begleiteten Rundgang kennen!

E-Bike Flyer Die Erfolgsgeschichte der Biketec AG

Der Flyer entstand in mehreren Etappen: 1993 drehte der Prototyp eines elektrifizierten Fahrrades, «Roter Büffel» genannt, die ersten Runden. Von 1995 bis 1999 stellte die Firma BKTech AG ein erstes Serienprodukt in Kleinserie her. Die innovative Idee fand rasch viele Anhänger und die Firma wurde mit verschiedenen Unternehmerpreisen ausgezeichnet.

Unterstützt durch diverse Investoren, konnte in der Folge ein ehrgeiziges Projekt in Angriff genommen werden: die Entwicklung eines neuen Zweirad-Mobilitätsproduktes. Es sollte weltweit den Massstab setzen. In enger Zusammenarbeit mit Hochschulen, Zulieferanten und Behörden konnte der NEW FLYER entwickelt und realisiert werden. Seit dem Jahr 2000 sind die Flyer im Markt anerkannt und setzen Massstäbe.

Tipp: Erfahren Sie mehr über Flyer. Auf einer Werksführung bei Biketec in Huttwil erhalten Sie Infos zur Entwicklung, Geschichte und Herstellung der original Schweizer E-Bike Flyer. Bei einer Probefahrt auf dem Werksgelände oder auf einer Tour können Sie den Flyer hautnah erleben. Und dies bis zu einer Gruppengrösse von 100 Personen.

Langenthal Das Zentrum des bernischen Oberaargaus

Seit 1997 offiziell eine Stadt, bildet Langenthal das Zentrum des bernischen Oberaargaus. Auf Anhieb fallen wohl die hohen Trottoirs im Stadtzentrum auf. Sie wurden erstellt, um die Hochwasser der Langete im Notfall durch die Strassen leiten zu können. Die Flut könnte heute teilweise durch einen unterirdischen Stollen zwischen Madiswil und Bannwil abgeführt werden. Dank dem Entlastungsstollen ist die Hochwassergefahr jedenfalls seit 1992 gebannt. Langenthal bietet einen aussergewöhnlichen Mix aus Kultur, Tradition und Wirtschaft. Auf dem grosszügig gestalteten Wuhrplatz mit Sitzstufen direkt am Ufer der Langete und unter Schatten spendenden Kastanienbäumen lässt es sich wunderbar verweilen.

Wässermatten Ein ausgeklügeltes Grabensystem

Wässermatten sind selten gewordene, national bedeutende Kulturlandschaften. Die fruchtbaren, sattgrünen Wässermatten bilden einen unverwechselbaren, schönen Landschaftsstrich. Ausserdem bieten Sie selten gewordenen Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum.

Im Oberaargau befinden sich die letzten in der Schweiz erhaltenen Wässermatten. Sie liegen in den Talsohlen der Oenz, Langete, Pfaffneren und Rot und sind die letzten Überbleibsel einer ehemals im Schweizer Mittelland verbreiteten Landschaftsnutzung mit reinem Grasbau und einem hoch entwickelten Bewässerungssystem. Im 13. Jahrhundert legten die Zisterzienser-Mönche von St. Urban den Grundstein zur Wässerungswirtschaft im Langetental.

Dank dem ausgeklügelten Grabensystem werden die uralten Wässerzeiten und -rechte noch heute eingehalten und die Matten werden auf rund 110 Hektaren dreimal pro Jahr überflutet.

Fasnacht «Karnöffelzunft»

Die Willisauer Fasnachtsgesellschaft «Karnöffelzunft» besteht seit 1891 und bezweckt die Erhaltung alter Volksbräuche. Sie prägt das Fasnachtsgeschehen in Willisau seit Jahren ganz entscheidend mit. Die Fasnachtstradition hat in Willisau auch heute noch einen hohen Stellenwert. Die fünfte Jahreszeit beginnt jeweils mit einem grossen Einzug der Karnöffelzunft und der Willisauer Guggenmusigen in die Altstadt.

Mittelalterlicher Ursprung

Willisau kann auf eine über 500 Jahre alte Fasnachtstradition zurückblicken. Schon im 15. Jahrhundert ernannten die Willisauer einen «Lustigmacher», der bei Festivitäten das Volk unterhielt.

Was bedeutet «Karnöffel»?

«Karnöffel» bezeichnet unter anderem einen groben Landsknecht oder Schlägertyp. Das «Karnöffel(-spiel)» wurde wohl so benannt, weil es in den Anfängen vor allem von den Landsknechten gespielt wurde. Auch eine Ableitung vom lateinischen «carnifax» (Henker) – im Spätlateinischen ein Schimpfwort – wäre plausibel.

Das «Karnöffelspiel»

Das «Karnöffelspiel» war im 15. und 16. Jahrhundert eines der verbreitetsten Kartenspiele in Deutschland und einigen benachbarten Ländern. Als Kartenspiel wurde es vor allem von den Söldnern und Landsknechten verbreitet. Darum ist denn auch der Landsknecht-Karnöffel die stärkste Karte. Heute spielen es wieder einige «Karnöffler».

Die «Karnöffelzunft»

Warum die Zunft diesen Namen gewählt hat, ist nicht bekannt. Die Gründer der Zunft übernahmen die Bezeichnung «Karnöffel», wohl wissend um das althergebrachte Volksgut. So sind auch die Kostüme der Zunft nach Vorlage der im Original noch bestehenden Willisauer «Karnöffelspielkarten» angefertigt. Jeder Zünftler trägt eine Karte dieses Spiels. Selbstverständlich wird bei der Zunft auch heute noch regelmässig «karnöffelt». Die Zunftmitglieder haben das Spiel in den letzten Jahren nach alten Regeln wieder zum Leben erweckt. 

Mehr Infos unter karnoeffelzunft.ch

Erstaunliches

«Heimatland!» …

… ds’Willisau hei de Stadtbrunne 7 Egge!

Die drei Stadtbrunnen von Willisau wurden um 1600 herum in der seltenen Form eines Siebenecks gebaut. Ihre Wasserquellen liegen – im Gegensatz zu denen der meisten Städte – nicht ausserhalb, sondern innerhalb der Ringmauer. In den 1950er-Jahren wurden die drei baufälligen Brunnen abgebrochen und nach altem Riss und Zoll neu erstellt.

… in Langenthal isch Fasnacht scho im Oktober!

Der Langenthaler Fasnachtsmarkt ist mit rund 160 Ständen der grösste Markt seiner Art in der Schweiz und gilt als der Treffpunkt der Fasnachtsszene – weit  über die Schweizer Landesgrenzen hinaus. Er lockt jedes Jahr mehr als 10 000 Besu-cherinnen und Besucher an.

Fasnachtsmarkt Langenthal: 21. Oktober 2017, 9–15.30 Uhr

… geit das ring mitem Flyer!

Wussten Sie, dass Flyer mit seiner neuen «Flyer Intelligent Technology» den ersten E-Bike-Motor mit 2-Gang-Getriebe entwickelt hat? Eine Weltneuheit, die mit einem Geniestreich den Gesamtübersetzungsbereich massiv vergrössert.

Sagen

Eine tierische Weihnachtsgeschichte zum Schmunzeln – und Nachdenken

Die Tiere stritten sich wieder einmal darum, was denn die Hauptsache an Weihnachten sei. «Das ist doch klar», sagte der Fuchs, «der Gänsebraten. Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten? » Der Eisbär widersprach: «Schnee muss sein, viel Schnee! Weisse Weihnachten, das ist es!» Das Reh aber sagte: «Der Tannenbaum ist es! Ohne Tannenbaum gibt es keine ordentlichen Weihnachten!» Und die Elster krächzte dazu: «Ja, und Schmuck: Ringe, Armbänder, Ketten, am besten mit Diamanten. Dann ist Weihnachten!» «Und der Stollen? Und die Kekse?», fragte brummend der Bär, «die sind doch die Hauptsache – und die anderen schönen Honigsachen.»

«Und wo bleibt die Familie?», quakte die Ente. «Erst wenn ich alle Lieben um mich versammelt habe, ist für mich Weinachten!» «Nein», unterbrach der Dachs. «Macht es wie ich: schlafen, schlafen, schlafen! Das ist das einzig Wahre an Weihnachten, einmal richtig ausschlafen!» Und dann brüllte der Ochse plötzlich: «Aua!» Der Esel hatte ihm einen kräftigen Huftritt verpasst und sagte nun: «Du, Ochse, denkst du denn nicht auch an das Christkind wie alle anderen?» Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: «Das Kind, natürlich das Kind, das ist doch die Hauptsache!» Und nach einer Weile fragte er den Esel: «Du Esel, sag einmal, wissen das die Menschen eigentlich auch?»

(Quelle: Tages-Anzeiger)

Sage vom Galgelölitier

Im Galgelöliwäldchen bei Madiswil soll das Galgelölitier zu Hause sein. Ihm werden unheimliche Geschichten zugeschrieben: Es belästigt die Menschen, wenn es frisch gemähtes Gras oder Getreide kirchturmhoch durch die Lüfte trägt und den Bauern das Leben schwer macht. Versehentlich baute einmal ein Landwirt seine Scheune in den Geisterweg. Wehe, wenn die Tore nicht weit offen standen, wenn die Erscheinung dahergebraust kam. Das dämonische Wesen hat Ähnlichkeit mit jenem Dachs, den zwei Madiswiler an einem Karfreitag im Galgelöliwald gefangen hatten. Sie steckten ihn in einen Sack und auf dem Heimweg hörten sie deutlich eine Stimme rufen: «Galgelöli, wo bis du?» «Hier im Sack drin», antwortete der gefangene Dachs, und die Karfreitagsjäger nahmen schnell Reissaus.

Quelle: Rudolf Baumann, «Sagen aus dem Oberaargau»

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