Medienmitteilung 19.04.2013

Lötschberg-Basistunnel: Einsatzübung mit über 1300 Beteiligten

Am Samstag 4. Mai 2013 findet im Lötschberg-Basistunnel sowie an den beiden Portalen in Raron und Frutigen eine gross angelegte Übung statt. Über 400 Einsatzkräfte von BLS, Polizei, Feuerwehr und Sanität aus den Kantonen Wallis und Bern sowie rund 930 Figuranten nehmen teil. Der Basistunnel bleibt dafür für den Zugsverkehr zwischen 9 und 15 Uhr gesperrt. Im Zentrum der Übung stehen die Überprüfung des Alarm- und Rettungskonzeptes und die Zusammenarbeit aller beteiligten Rettungsorganisationen.

Die Einsatzübung findet am Samstag 4. Mai 2013 zwischen 7 und ca. 19 Uhr statt. Involviert sind die Ereignisdienste BLS, Polizei, Feuerwehr und Sanität aus den Kantonen Wallis und Bern sowie weitere Fachdienste. Insgesamt rund 400 Personen. Dazu kommen rund 930 Figuranten. Im Zentrum der Einsatzübung unter der Leitung der BLS stehen die Überprüfung der Zusammenarbeit der Führungsorgane Bern und Wallis und die Beübung der Rettungsabläufe innerhalb wie ausserhalb des Tunnels.

Gemäss den beiden Leistungsvereinbarungen mit den Kantonen Bern und Wallis muss alle 6 Jahre eine Einsatzübung auf der Lötschberg-Basisstrecke durchgeführt werden. Die letzte Übung fand im Jahre 2007 vor der offiziellen Inbetriebnahme des Basistunnels statt.

Defekter Güterzug stoppt Intercity

Das Szenario sieht vor, dass ein aus Süden kommender, mit LKWs beladener Zug der «Rollenden Autobahn» durch einen technischen Defekt im Südabschnitt des Basistunnels zum Stehen kommt. Aus einem Gefahrgutbehälter tritt Ammoniakgas aus. Ein nachfolgender Intercity mit 930 Reisenden (Figuranten) bleibt hinter dem Güterzug blockiert, die Reisenden beklagen sich über Unwohlsein und Atemprobleme.

Im normalen Betrieb würde der Intercity durch die Sicherheitssysteme in grösserer Distanz zum Güterzug gestoppt. Mit der Verkürzung des Abstandes ist es möglich, alle involvierten Rettungsorganisationen beider Kantone gleichzeitig zu beüben und die Zusammenarbeit zu trainieren.

Die aus dem Tunnel evakuierten Personen werden entsprechend ihrem Zustand am Nord- und Südportal in Empfang genommen und durch Sanität sowie Care-Teams betreut. Für die unverletzten Personen werden in Frutigen in der Widi-Halle sowie in Brig in der Simplon-Halle Betreuungszentren eingerichtet und betrieben.

In der Gemeinde Frutigen sowie in Raron beim Südportal kann es durch die Übung zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Einsatz- und Rettungsfahrzeuge kommen. Es erfolgen aber keine Fahrten mit Blaulicht und Sirene.

Basistunnel für den Zugsverkehr gesperrt

Für die Übung wird der Basistunnel zwischen 9 und 15 Uhr gesperrt. Die Züge werden via Kandersteg und Goppenstein umgeleitet und halten nicht in Visp. Die Reisezeit verlängert sich dadurch je nach Verbindung um 30 bis 60 Minuten. Bei einzelnen Verbindungen muss zudem in Spiez umgestiegen werden. BLS und SBB empfehlen, vor oder nach der Übung zu reisen und den angepassten Online-Fahrplan zu konsultieren. Die RegioExpress-Züge «Lötschberger» Bern–Spiez–Brig verkehren gemäss Fahrplan.

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