RKP_3301
Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR 17.04.2026

Starkes Fahrgastwachstum – Kosten steigen mit

Der öffentliche Personenverkehr in der Schweiz ist so beliebt wie nie zuvor. 2025 stiegen die Fahrgastzahlen bei der BLS um gut drei Prozent auf einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig steigen die Kosten, weil die BLS das Angebot laufend ausbaut. Wegen sinkender Nachfrage beim Güterverkehr und finanziellen Sondereffekten verbucht die BLS für das vergangene Geschäftsjahr einen Verlust von 10,3 Millionen Franken.

In den Zügen und Bussen der BLS waren 2025 rund 73,4 Millionen Fahrgäste unterwegs – das sind gut drei Prozent mehr als im Vorjahr. Erfreulich ist, dass sich die hohe Nachfrage mit einer steigenden Qualität deckt. Die Pünktlichkeit, eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale, steigt seit mehreren Jahren leicht an. Die positive Entwicklung widerspiegelt sich auch in der Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden. In der Zufriedenheitsumfrage bewerten sie die BLS als vertrauenswürdig, kompetent und verlässlich. 

Weniger Mittel der öffentlichen Hand 

Die finanzielle Situation ist trotz des Wachstumskurses angespannt. Die BLS baut ihr Angebot laufend aus. Im Jahr 2025 hat die BLS in Abstimmung mit den Bestellerkantonen das Angebot auf den Linien Luzern–Langenthal, Bern–Murten/Payerne und Thun–Konolfingen verbessert. Diese Linien haben überdurchschnittlich stark zum Wachstum der Fahrgastzahlen beigetragen. Durch Angebotsausbauten steigen die Kosten etwa für die Ausbildung zusätzlichen Personals. Trotz steigender Anforderungen bewältigt die BLS den Bahnbetrieb mit weniger finanziellen Mitteln der öffentlichen Hand. 2025 hat die BLS für den regionalen Personenverkehr 11,5 Millionen Franken weniger Abgeltungen bezogen als im Jahr zuvor. Den Spardruck von Bund und Kantonen nimmt die BLS als Ansporn, effizienter zu werden.

Güterverkehr – herausforderndes Umfeld für Verlagerung

Das Segment Güterverkehr, das sich aus den Beteiligungen der BLS an der BLS Cargo AG und der Ralpin AG zusammensetzt, war 2025 von zahlreichen geplanten und ungeplanten Bauarbeiten auf dem europäischen Schienennetz geprägt. Die reduzierte Pünktlichkeit und Zugsausfälle verursachten Erlösausfälle und Mehrkosten. Ausserdem reagiert die Logistikbranche sensibel auf die geopolitische Lage, was die Nachfrage dämpft. Die daraufhin bei BLS Cargo eingeleiteten Kostensparmassnahmen konnten den Umsatzrückgang nicht vollumfänglich kompensieren. Zusätzlich belastete die Einstellung der «Rollenden Landstrasse» per Ende 2025 das Ergebnis. Die BLS weist im Segment Güterverkehr ein um 6,8 Millionen Franken negatives Ergebnis aus.

Insgesamt schliesst die BLS das Geschäftsjahr 2025 auf Konzernebene mit einem Verlust von 10,3 Millionen Franken ab. Dieser ist im Wesentlichen auf das anspruchsvolle Marktumfeld im Güterverkehr sowie Sondereffekte in Form von Wertberichtigungen im Lokomotivbestand zurückzuführen.

Das Ziel der BLS ist nachhaltige Mobilität

Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Strategie der BLS. Die langfristigen Ziele des nachhaltigen Engagements sind unter anderem die kontinuierliche Verbesserung der Klima- und Umweltbilanz, die verstärkte Nutzung der Kreislaufwirtschaft sowie eine inklusive Arbeitsumgebung für die Mitarbeitenden. Hierzu wurden die wesentlichen Themen in einer Analyse festgelegt und Massnahmen daraus abgeleitet. 

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt die Fortschritte in den entsprechenden Bereichen, etwa beim Schotterrecycling, dem Energiekonzept der Werkstätte Bönigen oder der Runderneuerung von Reifen bei Busland.

Weiterführende Informationen

Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 der BLS AG sowie der Nachhaltigkeitsbericht können online unter bls.ch/geschaeftsbericht eingesehen werden.

 
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