01.09.2015

Halbjahresergebnis BLS Cargo

Operativer Erfolg durch Währungsverluste getrübt

BLS Cargo AG hat im ersten Halbjahr 2015 einen Verlust von 1.6 Mio. CHF erzielt. Währungsverluste aufgrund der Aufhebung des Euro-Mindestkurses belasteten seit Januar das operativ sonst sehr positive Ergebnis.

BLS Cargo erzielte im ersten Halbjahr 2015 ein Betriebsergebnis (EBIT) in der Höhe von CHF -1.3 Mio. (Vorjahr CHF 2.7 Mio.) und ein Umsatz von CHF 83.9 Mio. (Vorjahr CHF 85.8 Mio.) und schloss mit einem Verlust von CHF 1.6 Mio. ab (Vorjahr Gewinn CHF 2.6 Mio.). Damit liegen die finanziellen Resultate unter den Ergebnissen der Vorjahresperiode. Das Verkehrsvolumen gemessen in Anzahl Zügen stieg hingegen um 7%, was bereinigt um die Währungseffekte zu einem äusserst positiven operativen Ergebnis geführt hat. 

Das aktuelle Währungsumfeld stellt BLS Cargo aber vor grosse Herausforderungen. Der Wertverlust des Euro gegenüber dem Schweizer Franken hat gravierende Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr im Transit durch die Schweiz. Die Dienstleistungen der im Schweizer Transit tätigen Güterbahnen werden von den Kunden weit überwiegend in Euro bezahlt. Die Ausgaben für den Schweizer Streckenabschnitt erfolgen jedoch in CHF. Die Folge ist im laufenden Jahr, ein dramatischer Einbruch der Margen. Darauf hat BLS Cargo mit verschiedenen strukturellen Massnahmen reagiert und den drohenden Verlust deutlich reduziert. Produktions- und Vertriebskonzepte wurden optimiert, um die Ressourcen noch effizienter und kostengünstiger einzusetzen oder Preise und Erlöse am Markt angepasst. Kurzfristig wirkten zusätzlich Ausgabenkürzungen bzw. –stopps dem Negativtrend entgegen.

Die bestmögliche Kompensation der Währungseffekte wird das Unternehmen auch im zweiten Halbjahr stark fordern. Zudem arbeitet BLS Cargo derzeit intensiv an den Vorbereitungen zur Nutzung des neuen Gotthard-Basistunnel ab 2016. Im Zentrum stehen dabei die Ausrüstung der Loks mit den notwendigen ETCS-Systemen, die Ausbildung der Mitarbeiter, die Durchführung von Testfahrten und die Gestaltung der zukünftigen Betriebskonzepte auf der Gotthardachse.

 

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