03.07.2015

Ersatz S-Bahn-Werkstätte

BLS schafft Begleitgruppe

Bei der Suche nach einem Standort für den Ersatz der S-Bahn-Werkstätte Aebimatt in Bern setzt die BLS in Absprache mit dem Kanton eine Begleitgruppe ein. Der Langnauer Gemeindepräsident Bernhard Antener übernimmt das Präsidium. Die breit zusammengesetzte Begleitgruppe soll die Standortevaluation der BLS kritisch hinterfragen und allenfalls weitere Vorschläge einbringen.

Die Absicht der BLS, am Standort Riedbach eine neue Werkstätte für den S-Bahnbetrieb zu errichten, hat vielerorts Kritik und Ängste ausgelöst. Ein Grund dafür war, dass die vorausgegangene Standortevaluation hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat. «Wir wollten eine öffentliche Verunsicherung vermeiden, bevor die Ergebnisse der Evaluation vorlagen und klar war, wer betroffen sein würde», erläutert BLS-CEO Bernard Guillelmon. «Dabei haben wir die politische Dimension des Projekts unterschätzt. Dem wollen wir nun Rechnung tragen.»

Wie bereits angekündigt, soll eine breite Diskussion über das Vorhaben ermöglicht werden. Die BLS setzt daher eine Begleitgruppe unter externer Leitung ein, um die nötige Aussensicht auf das Projekt einzubringen. Das Präsidium der Begleitgruppe übernimmt der Langnauer Gemeinde-präsident, Anwalt und frühere Grossratspräsident Bernhard Antener (SP). «Wir werden die bisherige Standortevaluation der BLS unvoreingenommen und kritisch überprüfen.» 

Verschiedenste Interessen vertreten
Die Begleitgruppe soll breit abgestützt sein. Einsitz nehmen sollen Direktbetroffene, die Stadt Bern, der Kanton Bern, die Stiftung für Landschaftsschutz, Pro Natura Bern, der WWF Bern, der Berner Heimatschutz, der Berner Bauern Verband, der Gewerbeverband Berner KMU, der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern, Parteien von Stadt und Kanton Bern und allenfalls weitere Interessenten. Die BLS hat entsprechende Anfragen gestartet.

Die Begleitgruppe konstituiert sich nach den Sommerferien Ende August / Anfang September. Sie wird den Standort Riedbach hinterfragen und allenfalls auch weitere Vorschläge zur Diskussion stellen. BLS-CEO Guillelmon: «Die Diskussion ist nötig. Wir sind bereit, auch über andere Lösungen zu sprechen.»

 

Warum eine Ersatz-Werkstätte nötig ist
Täglich transportiert die von der BLS betriebene S-Bahn Bern rund 150'000 Passagiere. Um Sicherheit und Komfort gewährleisten zu können, sind die Züge regelmässig zu warten. Die Wartung erfolgt heute in den BLS-eigenen Anlagen Bönigen, Oberburg und Spiez sowie in der von der SBB gemieteten Werkstätte Aebimatt in Bern.

 

Mit dem Umbau des Knotens Bern fällt die Aebimatt  voraussichtlich ab 2020 weg. Um den S-Bahn-Unterhalt effizient zu erbringen, muss die Werkstatt möglichst nahe am Knoten Bern liegen. Der S-Bahnbetrieb wird zu rund 50 Prozent aus Steuergeldern finanziert.  

Medienmitteilung

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