Bijouland

Region Neuenburger Jura

La Chaux-de-Fonds, Val-de-Ruz, Val-de-Travers

Der Neuenburger Jura ist landschaftlich, historisch und kulturell von einer grossartigen Vielfalt. Die Uhrenmetropole La-Chaux-de-Fonds, die Heimat der Grünen Fee – des Val-de-Travers und die Oase der Ruhe – das Val-de-Ruz bieten unbekannte Schätze. Zudem kann man sich an den wunderschönen Gegenden kaum sattsehen: Die Landschaft ist von Tannenwäldern, schroffen Kalksteinformationen, Jurahöhen, Schluchten und alten Bergbauernhöfen geprägt. Zahlreiche Naturschönheiten rund um Flüsse und Seen sowie ein grossartiges Naturschutzgebiet laden zum Entdecken und Geniessen ein. Eindrücklich umschliesst der Creux du Van, eine natürliche Felsarena mit 160 Meter hohen Felswänden einen kilometerlangen Talkessel. Die drittgrösste Stadt der Romandie La Chaux-de-Fonds gilt als Wiege der Uhrmacherei und bietet zu jeder Jahreszeit ein umfangreiches Kulturangebot. Seit 2009 gehört die Stadt zusammen mit Le Locle zum UNESCO Weltkulturerbe.

La Brévine – Sibirien der Schweiz

Die wilde Region von La Brévine ist für Abenteurerinnen und Abenteurer, welche ein «Sibirien-Gefühl» ohne lange Anreise erleben möchten, genau das Richtige. Seit 1987 dort eine Rekordtemperatur von minus 41,8 Grad Celsius gemessen wurde, ist das Tal bekannt für seine Eiseskälte. Zu Recht wird es als Sibirien der Schweiz bezeichnet. Das Bauerndorf La Brévine liegt im Neuenburger Jura in einem Hochtal auf rund 1000 Meter über Meer. Da das Tal rundherum gut abgeschlossen ist, kann sich im Winter ein Kaltluftsee bilden. Bei klarem Himmel und Windstille sammelt sich die Kälte an extremen Kältetagen am Talgrund und fliesst nicht ab. Regelmässig werden Temperaturen von minus 30 Grad Celsius erreicht. Der bisherige Schweizer Minusrekord von 41,8 Grad wurde am 12. Januar 1987 gemessen.

Am alljährlichen Kältefest feiern die Leute von La Brévine mit Musik, Marktständen, regionalen Spezialitäten und vielem mehr den Winter. Am 3. Februar 2018 ist es wieder soweit. Wer das Abenteuer im Sibirien der Schweiz erlebt hat, darf sich in einem der Restaurants im Tal sein Eisdiplom holen.

Drei Kilometer westlich von La Brévine liegt der malerische Lac des Taillères, der sich in der kalten Jahreszeit in besonders schönen Winterstimmungen zeigt. Ist er ganz zugefroren, kann man darauf eislaufen. Rundherum bieten sich zahlreiche Gelegenheiten zum Schneeschuh- und Langlaufen oder für einen romantischen Schneespaziergang. Zum Aufwärmen gibt es einen warmen Kakao oder eine feine Crêpe in der Hütte. Willkommen im Winter!

Beste Aussicht auf La Chaux-de-Fonds

Der Espacité-Turm bietet eine herrliche Weitsicht und eine schöne Aussicht über die Altstadt von La Chaux-de-Fonds. Der Blick über die Unesco-Welterbe-Stadt ist für alle Interessierten frei zugänglich. Mit dem Lift geht es bequem bis zum 14. Stock auf die Panoramaterrasse. Im 60 Meter hohen roten Metall-Turm befindet sich die Stadtverwaltung.

Schweizer Glocken für Olympia

Neben Schweizer Sportlerinnen und Sportlern ist an den Olympischen Spielen auch Schweizer Handwerkskunst dabei. Seit 30 Jahren werden die Glocken, welche die Wettkampfendrunden einläuten, in La Chaux-de-Fonds gegossen.

Seit 1980 stellt die Giesserei Blondeau im neuenburgischen La Chaux-de-Fonds Glocken für die Olympischen Spiele her. Bei zahlreichen Wettkämpfen, etwa Leichtathletik oder Radrennen wird mit Glocken die Schlussrunde eingeläutet. Der Uhrenhersteller und offizielle Zeitnehmer an den Olympischen Spielen 2016 hat für die Spiele in Rio de Janeiro 21 Glocken bestellt. Die Glockengiesserei Blondeau wurde als kleines Familienunternehmen in den 1830er Jahren von Einwanderern aus dem Piemont gegründet. Serge Huguenin, der heutige Inhaber, hat das Unternehmen 1991 von seinem Schwiegervater übernommen. Er arbeitet nur noch wenige Stunden pro Woche in der Werkstatt um Glocken für Touristenläden oder auf Bestellung herzustellen. Für eine Existenzgrundlage reicht das Geschäft nicht mehr. Das Handwerk hat sich in den über 1000 Jahren seit seiner Existenz jedoch kaum verändert. Die Glocken werden immer noch von Hand hergestellt. Dafür wird Bronze auf 1200 Grad erhitzt und geschmolzen und anschliessend in eine Negativform gegossen. Dadurch erhält jede Glocke eine unterschiedliche Form und ist ein Unikat.

La fée verte – Mythos der Grünen Fee

Grüne Fee ist der Name für den Absinth, welchem im 19. und im frühen 20. Jahrhundert zahlreiche Menschen besonders im französischsprachigen Teil Europas verfallen waren. Dort heisst das hochprozentige Getränk bis heute La fée verte.

Maler wie Vincent van Gogh oder Eduard Manet liebten sie, aber auch Schriftsteller wir Oscar Wilde oder Charles Baudelaire waren der Grünen Fee zugetan. Ursprünglich im 18. Jahrhundert im neuenburgischen Val-de-Travers als Heilelixier hergestellt, wurde der Absinth bald vielerorts getrunken. Nach diesem Boom wurde das Getränk mit dem legendären Ruf an vielen Orten verboten. Man vermutete, der Wermutschnaps beinhalte eine angeblich halluzinogen wirkende Substanz. Zu Unrecht, wie man heute weiss. Traditionell wurde die Grüne Fee aus Wermut, Anis, Fenchel sowie je nach Rezeptur einer Reihe weiterer Kräuter hergestellt. Eine grosse Anzahl von Absinthgetränken weist eine grünliche Farbe auf. Daher auch der Name La fée verte. Manch einem soll die Grüne Fee auch erschienen sein, nachdem er das mysteriös schimmernde Getränk zu sich nahm.

Stadtlandschaft La Chaux-de-Fonds / Le Locle: UNESCO Welterbe

Seit 2009 gehören die Uhrenindustriestädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die beiden Städte zeigen eine perfekte Symbiose zwischen urbaner Stadtlandschaft und Industrie.

Der Neuenburger Jura zählt als Wiege des Uhrmacherhandwerks. Ende des 19. Jahrhunderts erlebten die beiden Manufakturstädte La Chaux-de-Fonds und Le Locle eine Hochblüte in der Uhrenindustrie und der Mechanik. Dies beeinflusste auch die Stadtentwicklung: Wohnungen und Werkstätte befanden sich nebeneinander in denselben Gebäuden. Die grossen Fenster in den Manufakturen zeugen von der zentralen Bedeutung des Tageslichts für die Tätigkeit an der Werkbank. In der engen Verbindung von Produktions- und Wohnstätte kommt zum Ausdruck, dass bereits damals die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und auch die Lebensqualität der Arbeitenden von Bedeutung waren. Um die Jahrhundertwende erfolgte eine Spezialisierung der Gebäude. Es entstanden Fabriken, die sich bis heute weiterentwickelt haben und gewachsen sind. Bereits 1914 stammten 55% der Uhrenweltproduktion aus La Chaux-de-Fonds. Die Industriekultur wurde im Zeichen der Tradition und Innovation fortgesetzt. Dank der bemerkenswert authentischen Erhaltung und Bewahrung des Stadtbilds ist La Chaux-de-Fonds / Le Locle, Stadtlandschaft Uhrenindustrie heute UNESCO-Welterbe.

Neuchâtel Touristenkarte

Die Neuchâtel Tourist Card ist ein Pass, der jeden Besucher, der sich mindestens eine Nacht in einem Hotel oder einer Parahotellerie-Unterkunft des Kantons Neuenburg aufhält, zur kostenlosen Nutzung folgender Leistungen berechtigt:

  • Freie Fahrt mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln des Kantons Neuenburg (Zug, Seilbahn, Bus)
  • Ein Eintritt in 25 Museen des Kantons
  • Eine Schifffahrt auf dem Neuenburger See und dem Lac des Brenets
  • Tagesmiete eines Velos in Neuchâtel, La Chaux-de-Fonds oder Le Locle
  • Eine Fahrt mit dem Sessellift Buttes – La Robella
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