Der Betrieb der Lötschberg-Basisstrecke

Feuerwehrübung im Basistnnel

Intervention und Rettung

Bei einem unvorhergesehenen Ereignis auf der Lötschberg-Basisstrecke (z.B. in einem Brandfall) versucht der betroffene Zug wenn möglich die Nothaltestelle oder die Interventionsstellen ausserhalb des Tunnels zu erreichen. Falls dies nicht möglich ist, können sich Passagiere und Zugspersonal durch die Querstollen selbstständig in einen geschützten Bereich der Parallelröhre retten und dort Hilfe abwarten. Auf der Südseite zwischen St.German und Ferden kann eine Evakuierung durch den zweiten Bahntunnel, auf der Nordseite zwischen Frutigen und Ferden mit Bussen erfolgen.

Die Ereignisdienste müssen den Schadensort innerhalb von 45 Minuten erreichen können, um die Rettungs- und Schadenbekämpfungsmassnahmen einzuleiten. Das Herzstück der Interventionsorganisation bildet dabei der Lösch- und Rettungszug der BLS. Dieser Spezialzug verfügt über einen Tanklöschwagen, einen Gerätewagen und Rettungsfahrzeuge zur Evakuierung von Betroffenen. Er ist im Interventionszentrum der BLS in Frutigen stationiert.

Auf der Südseite des Basistunnels befindet sich in Brig ein weiteres Interventionszentrum, das von der SBB betrieben wird. Das Interventionspersonal besteht aus den Betriebswehren der beiden Bahnunternehmen BLS und SBB, die von den örtlichen Feuerwehren unterstützt werden. Insgesamt sind 160 Feuerwehrleute, je rund 20 Angehörige von Polizei und Sanität sowie andere Führungskräfte der Kantone Bern und Wallis für die Intervention im Lötschberg-Basistunnel ausgebildet. Hinzu kommen 90 Buschauffeure der Postauto Schweiz Region Oberwallis, die bei der Passagier-Evakuation aus dem Tunnel eingesetzt werden können.

 

Weitere Informationen:

» Betriebsführung

» Die Tunneltechnik

» Streckenunterhalt

» Intervention und Rettung